Encarnacion, ein besonderer Abschied und Zeit zum durchatmen

Wo soll ich jetzt anfangen? 😀
Dieser Beitrag wird nichts fĂŒr zart beseitete 😀
Oma, wenn du das liest, dann solltest du vielleicht besser aufhören weiter zu lesen 😀

Gut. Noch am letzten Tag in Asuncion hab ich festgestellt, dass ich seit geschÀtzen 3 Wochen nicht allein auf reisen war. Ein quasi illegaler Mitreisender (ich nannte ihn Steve) hat sich mir ohne Papiere und Nachfrage angeschlossen und mich begleitet. Quasi als blinder Passagier.
Oder anders gesagt: Seit 3 Wochen hatte ich einen Moskito Stich am Arm, der nicht heilen wollte. Ganz komisch. Und dann hab ich Steve das erste mal aus meinem Arm raus schauen sehen. Ein Wurm im Arm 😀
Hier gibt es eine Art von Fliege, die ihre Eier in Wunden ablegt. Der Moskito Stich hat sich wohl angeboten.
War das eine Überraschung zu sehen, dass ein kleiner Kopf zum atmen aus dem Arm schaut 😀
Und weil niemand weiß, was man genau machen soll, hab ich natĂŒrlich auf den ersten und mir einleuchtendsten Ratschlag gehört. Hau ein StĂŒck Speck drauf, schön luftdicht abbinden, und Steve wird in den Speck wandern, weil er nach oben an die Luft will. Aber ne, hat nicht geklappt 😀
War nur sau ekelig 😀

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Dem Hund haben die Reste geschmeckt.

Zum GlĂŒck dann nen (hust, Tier-) Arzt kennen gelernt. Gilberto. Meine Rettung 😀 Er meinte er weiß was zu tun ist.
Die Ankunft kurz vor dem Eingriff:

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Am besten sollte sich natĂŒrlich nicht nur der Patient betĂ€uben. Sonst wĂ€rs ja langweilig.
Die Vorbereitungen:

Youtube Video

Dann sind wir an den Strand, um Abschied von Steve zu nehmen. Mit dabei waren die zwei EnglÀnder Oliver und Josh. Sehr lustige GefÀhrten. Und Gilbertos freundin Gabi.
Die schönsten SonnenuntergÀnge auf der bisherigen Reise hier gesehen:

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Und dann der beste Teil:

Abschied von Steve

Hier in Nahaufnahme:

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Zum vorherigen Thema: dem Umsetzen von Ideen, dem Starten eines Gewerbes, dem Versuch reich zu werden.
War hier zwei mal in einem Belgischen Frittenrestaurant. GegrĂŒndet vor 1,5 Jahren von einem jungen PĂ€rchen, das Europa verlassen wollte und hier eine Chance gesehen hat.
Aber wisst ihr was? Ich werd ne Currywurstbude daneben auf machen. Und die EnglÀnder wollen Fish and Chips verkaufen. Oder belgische Waffeln.
Hier geht sowas.
Aber die Fritten waren echt gut, muss man ihnen lassen. Und die Besitzer echt nett. Gerade mal 30 Jahre alt.
Und hier kann man ein Haus mit 72mÂČ fĂŒr 9000 Euro kaufen.
War hier in Paraguay auch zum ersten mal MillionÀr. 1 Euro sind 6000 Guaranis.
Und ne Schachtel Zigaretten kostet 25 Cent. Hab mich jetzt erstmal fĂŒr ne Zeit lang eingedeckt.

Nachtrag:
Außerdem war die Couchsurfinghostin so nett, mich zu den wohl am wenigsten besuchten UNESCO WeltkulturerbestĂ€tten mit zu nehmen.
Den Ruinen der Jesuiten, die zusammen mit den indigenen Guaranis am Anfang des 18. Jahrhunderts ihre MissionsstĂ€tten da hingesetzt haben. Dann nach ca 60 Jahren sind sie vertrieben worden. Krieg von Paraguay und so…Brasilien, Argentinien und Uruguay (als die ÜbermĂ€chtigen) gegen Paraguay, das viel Land und viele Menschen verloren hat. Anscheinend sind die Auswirkungen heute immernoch zu spĂŒren, weshalb das Land verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig zu den anderen LĂ€ndern SĂŒdamerikas so wenig entwickelt ist (und so gĂŒnstig).
Bilder gibts im Internet, oder in 5 Monaten analog bei mir zu sehen =)

One thought on “Encarnacion, ein besonderer Abschied und Zeit zum durchatmen

  1. Aaaalter Erik, was machst du denn fĂŒr Sachen 😀 Respekt fĂŒr die gute Einstellung ĂŒber deinen ungebetenen Gast im Arm. Weiterhin viel Spaß, sieht nach nem klasse Trip aus :)

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